Wolfsberg Podium

«Religion und Zivilisation – Gibt es 'den' Islam»

Lange war man im Westen davon überzeugt gewesen, dass zwischen Religion, Gesellschaft und Staat seit der Epoche der europäischen Aufklärung ein Einverständnis gefunden worden ist. Diese Sicherheit ist in den vergangenen Jahrzehnten ins Wanken geraten. Im Namen ‘des’ Islam werden Terroranschläge verübt und Kriege geführt. Von vielen Menschen wird ‘der’ Islam als eine Religion wahrgenommen, die nicht zwischen Religion und Zivilgesellschaft unterscheidet und den Friedenszustand gefährdet. Doch stimmen die Vorstellungen und Bilder, die wir uns vom Islam machen, überhaupt? Welche Informationen brauchen wir, um uns ein sachgerechtes Urteil über den Islam heute zu bilden? Mit Reinhard Schulze hatten unsere Gäste die Möglichkeit, mit einem der gefragtesten Islamexperten des deutschsprachigen Raumes zu diskutieren.

 

Referent

Prof. Dr. Reinhard Schulze
Professor für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie an der Universität Bern
Reinhard Schulze wurde 1953 in Berlin geboren. Er studierte von 1974 bis 1981 Orientalistik und Islamwissenschaft, Romanistik und Linguistik an der Universität Bonn. Er promovierte 1981 dort mit einer Dissertation über die Rebellion der ägyptischen Fellahin. Seine Lehrer in Bonn waren Werner Schmucker und Stefan Wild. Seine Habilitation erfolgte mit Hilfe eines DFG-Stipendiums 1987 mit Untersuchungen zur Geschichte der Islamischen Weltliga. Das Thema wurde ihm von Werner Ende vorgeschlagen. Von 1987 bis 1992 wirkte er als Professor für Orientalische Philologie an der Ruhr-Universität Bochum, zwischen 1992 und 1995 als Professor für Islamwissenschaft und Arabistik an der Universität Bamberg. Seit 1995 ist er ordentlicher Professor für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie an der Universität Bern.

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11.05.2017

Wolfsberg, Ermatingen

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