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«Die Welt im Umbruch – Humanitäre Herausforderungen»

Francis Fukuyama hat sich geirrt: Die Geschichte ist nicht zu Ende. Ganz im Gegenteil befindet sich die Welt in einem gewaltigen Umbruch. Angesichts der drohenden humanitären Katastrophe im Mittleren Osten – besonders in Syrien, im Jemen und im Irak – scheint es, als hätte sich der, von Samuel Huntington vorausgesagte, «Kampf der Kulturen» bewahrheitet. Weiter südlich bahnt sich zudem eine noch grössere Katastrophe an. Nebst miserabler Governance, Korruption, beängstigender demografischer Aussichten, verheerender Krankheiten und Hunger, wird Afrika nun auch noch von fundamentalistischem Terror erschüttert. Wie kann das IKRK in einer derart düsteren humanitären Situation vor Ort intervenieren? Peter Maurer informierte aus erster Hand.

Referent

Dr. Peter Maurer
Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK)
Peter Maurer ist seit Juli 2012 Präsident des IKRK. Von 2004 bis 2010 fungierte er als Chef der Ständigen Mission der Schweiz bei den Vereinten Nationen und anschliessend als Staatssekretär im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten. Maurer gehört der SP Schweiz an, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Im Oktober 2011 wurde er von der Versammlung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zum designierten Nachfolger des seit 2000 amtierenden IKRK-Präsidenten Jakob Kellenberger gewählt. Damit entschieden sich die IKRK-Mitglieder nach Jakob Kellenberger und dessen Vorgänger Cornelio Sommaruga zum dritten Mal in Folge für einen ranghohen Diplomaten und vorherigen Staatssekretär und damit für eine Persönlichkeit von ausserhalb des Komitees zur Besetzung des Präsidentenamtes. Seine vierjährige Amtszeit begann im Juli 2012. Unter der Führung Maurers leistet das IKRK heute humanitäre Arbeit in über 80 Ländern. Peter Maurers Prioritäten für seine Präsidentschaft sind neben der Stärkung humanitärer Diplomatie auch die Verpflichtungen von Staaten und anderen Akteuren hinsichtlich der Respektierung der Menschenrechte sowie die Förderung humanitärer Hilfe durch Innovation und neue Partnerschaften. Seit Maurer das Präsidium angetreten hat, konnte er eine signifikante Budgetsteigerung von 1.1 Mrd. CHF im Jahre 2011 auf 1.6 Mrd. CHF im Jahre 2015 erwirken.

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03.03.2016

Wolfsberg, Ermatingen

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